Webseiten-Analyse ohne Cookies: Wollen Sie das auch für Ihre Webseite? Abonnieren Sie Blueberry Phantom!
Seite wählen
Wirkt Ihre E-Mail Adresse professionell?

Wirkt Ihre E-Mail Adresse professionell?

Eine professionelle E-Mail Adresse ist schnell eingerichtet:

Falls Ihre geschäftliche E-Mail Adresse von einer der folgenden Domains gehostet wird, könnte es an der Zeit sein, Ihre eigene Webseite zu erstellen: @aol.at, @gmx.at, @gmail.com usw.

Diese Webanbieter sind oft kostenlose Anbieter von E-Mail Adressen, gut geeignet für die private E-Mail Nutzung. Doch was kommuniziert eine geschäftliche E-Mail Adresse über Ihr Unternehmen? Es heißt, dass Sie a) keine eigene Webseite/Webadresse besitzen und b) sie keine Kontrolle über Hosting und Weitergabe der E-Mail Adressen haben, von denen Sie E-Mail erhalten. Vielleicht ist es an der Zeit, eine eigene Webseite, oder zumindest einen Mailhost zu starten? Das geht ganz einfach: Suchen Sie im Internet nach einem Webhost, idealerweise aus der EU bzw. aus Österreich, der das Hosting für Ihre Webseite und Ihren Mailaccount anbietet und Ihnen eine einfache WordPress Installation ermöglicht. Bei den meisten Anbietern ist man mit 25 bis 30 Euro im Jahr mehr als versorgt, die jährliche Gebühr für eine .com, .de oder .at domain liegt zwischen 10 und 15 Euro.  WordPress  ist ein Content Management System das kostenlos und sehr intuitiv in der Bedienung ist. Wählen Sie einen freien Domainnamen und erstellen Sie eine ganz einfache Webseite mit Ihren Firmeninformationen (bzw. Ihrem Impressum aus dem Firmen A-Z der WKO – machen Sie hier bitte unbedingt einen Rückverweis auf Ihre Webseite!) Kontaktdaten, kurze Teampräsentation, Datenschutzerklärung und mit der Vorstellung, was Sie für wen wo und wie tun und warum man mit Ihnen ins Geschäft kommen sollte! 

Mit eigenem Mailhost E-Mail Adresse frei gestalten

Außerdem können Sie in der Benutzeroberfläche bei Ihrem Webhost Ihre E-Mail-Adresse(n) einrichten. Hier haben Sie die freie Adressenwahl, wie beispielsweise office@, info@, Vorname.Nachname@, oder Sie können Abteilungs-Adressen, wie buchhaltung@ oder Kundenservice@ einrichten, die Sie Ihren MitarbeiterInnen zuordnen oder – aufgrund von dringenden Anliegen, auf Ihr Smartphone weiterleiten (z.B. Stoerung@, oder Notfall@). Nun haben sie eine professionelle Geschäfts-E-Mail Adresse aber damit nicht genug: Ihre Webseite dient nun als digitale Visitenkarte, die Sie nach und nach im Internet „verteilen“ können. Erstellen Sie bitte unbedingt einen Google My Business Eintrag (an dieser Stelle habe ich Ihnen bereits berichtet, wie Sie das machen) und installieren Sie kostenlose Analysetool Google Analytics (in dem Sie die letzten Stellen der IP Adressen bitte anonymisieren ;-)). Damit können Sie sehen, wie viele WebseitenbesucherInnen wann und von wo aus Ihre Seite besucht haben. Sobald Sie das verfolgen, können Sie, wenn Sie dafür ein Budget reserviert haben, anfangen, pay-per-click Werbung, beispielsweise über Facebook– oder Google Ads, zu schalten und somit neue KundInnen auf sich aufmerksam zu machen. 

Melden Sie sich hier für den Newsletter an:

[wpforms id="1837" title="false" description="false"]
Einfach mehr KundInnen mit Facebook erreichen

Einfach mehr KundInnen mit Facebook erreichen

Facebook wird von 2 Mrd. Menschen genutzt

Etwas mehr als 2 Milliarden Menschen weltweit nutzen regelmäßig das soziale Netzwerk Facebook. 1,4 Milliarden User klicken sogar täglich, durchschnittlich acht Mal, auf diese Webseite. Geschätzte 80 Millionen Unternehmen präsentieren sich daher auch über eine so genannte „Business Page“, also Unternehmensseite, in dem sozialen Netzwerk.

Die Meinungen über Facebook gehen oft auseinander und vielleicht haben auch Sie schon von UnternehmerkollegInnen gehört, dass „Facebook nur sinnvoll im B2C Verkauf sei“ oder „dass man zu viel Zeit investieren muss, um KundInnen überhaupt noch zu erreichen“. Das stimmt zum Teil auch, einfach weil das soziale Netzwerk seit 15 Jahren wächst und dank mehr User gibt es auch mehr Inhalte und mehr „Lärm“ aus dem man hervorstechen muss.  „Werben auf Facebook“ hat jedoch einige Vorteile, die ich Ihnen hier näherbringen möchte:

Facebook bietet hervorragende Werbemöglichkeiten

Die UserInnen befinden sich durchschnittlich 35 Minuten am Tag auf Facebook. Üblicherweise sucht man dabei nicht gezielt nach Inhalten, sondern konsumiert den so genannten „News Feed“, eine Sammlung von Neuigkeiten aus dem eigenen Netzwerk. Ein eigener Algorithmus sucht für Sie aus, was „relevant“ sein könnte, seien es die Urlaubsfotos der mit Ihnen vernetzten ArbeitskollegInnen, die witzigsten Katzenvideos von Freunden oder Fotos vom gestrigen romantischen Abendessen Ihrer besten Freunde. Bei diesem „Zappen“, das inzwischen überwiegend auf dem Handy (84% der UserInnen) durchgeführt wird, kann man durch gezielte Facebook Werbung sein Zielpublikum bei nur minimalen Streuverlusten erreichen, indem man seine Message clever zwischen den eben genannten Katzen- und Cocktailfotos platziert.

Niedrigere Werbekosten für Facebook

Die Werbekosten für Facebook sind meistens niedriger, als für andere Offline- und Onlinemedien. Die Streuverluste sind nämlich viel geringer: Ein Elektrohändler, der beispielsweise ausschließlich KundInnen im Raum Hartberg ansprechen will, kann folgende Einschränkungen bei der Auslieferung seiner Werbungen eingeben: Werbeanzeige nur an Damen oder Herren ausliefern, die älter als 25 Jahre und in einer Beziehung sind, innerhalb der nächsten 30 Tage Geburtstag haben und sich für Kaffee, kulinarische Spezialitäten oder beispielsweise das Reiseziel Italien interessieren. Wäre das nicht eine passable Zielgruppe für eine neue Espresso-Siebträgermaschine? Auf keiner anderen Werbeplattform haben Sie die Möglichkeit, Ihr Zielpublikum so exakt einzugrenzen. Und das Schöne ist, die Messbarkeit des Marketings. Für mich, als Online Marketing Berater, ist sie ein Muss. Facebook Ads zeigt Ihnen, wie viele UserInnen Ihre Anzeige gesehen haben, wie viele sie geklickt haben, wer sie geteilt, kommentiert oder „geliked“ hat. Sie haben Ihre Werbekosten in Echtzeit im Blick und erhalten sofort Resultate, die es Ihnen ermöglichen, unterschiedliche Anzeigen gegen einander zu testen und zu optimieren.

Ihre Beiträge könnten „viral gehen“

Haben Sie schon einmal einen Facebookbeitrag geliked oder geteilt? Ohne Ihr Dazutun, kann ein Foto, ein Bericht, ein Video, einer Ihrer Beiträge, wieder und wieder geteilt, geliked, kommentiert, oder anderweitig verbreitet werden. Dieses digitale „Empfehlungsmarketing“ können Sie nutzen, ohne, dass Sie dafür zahlen müssen. Auch für Suchmaschinen, wie Google, ist Facebook relevant. Sie verlassen sich auf diese sozialen Signale, um Webseiten zu bewerten. Je mehr auf Ihrem Facebook Unternehmensprofil (das mit Ihrer Webseite verbunden ist) passiert, desto höher kann Ihr Google Ranking steigen.

Facebook in Zukunft?

Momentan entwickelt sich Facebook zu einem bestimmenden Thema der US-Präsidentschaftswahl 2020. Nach Facebook-Mitbegründer Chris Hughes fordern inzwischen mehrere US-Politikerinnen und Politiker eine Zerschlagung des Netzwerks. „Datensammlung und Monopolstellung“ lauten die Vorwürfe, die im US-Wahlkampf laut werden. Die Größe von Facebook hat aber auch Vorteile, denn Datensicherheit kann ein großes Unternehmen leichter gewährleisten, als ein kleines. Und einer Monopolstellung kann durch regulatorische Eingriffe, wie beispielsweise durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mit dem Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20), entgegengewirkt werden. Bis zu einer eventuellen Zerschlagung Facebooks – falls es überhaupt dazu kommen sollte – werden Sie als Werbetreibende(r) noch genug Zeit haben, um Ihre Werbeanzeigen zu optimieren und Ihr Zielpublikum gewinnbringend zu erreichen!

Melden Sie sich hier für den Newsletter an:

[wpforms id="1837" title="false" description="false"]
Google My Business – ein Tool, das Sie unbedingt nutzen sollten!

Google My Business – ein Tool, das Sie unbedingt nutzen sollten!

Nutzen Sie die Brancheneinträge direkt bei Google!

Erinnern Sie sich an die gelben Seiten? Dasselbe Service, interaktiv, schneller, kostenlos und mit gigantischer Reichweite erhalten Sie nun über Google My Business. Wenn Sie auf Google eine Suche nach einem Unternehmen, einem Produkt oder einer Dienstleistung durchführen, sehen Sie öfters in der rechten Bildhälfte einen, für Ihre Suche, relevanten Unternehmensstandort auf einer virtuellen Landkarte sowie ein paar Fotos und Unternehmensinformationen. Das ist Google My Business.

Google My Business zeigt Ihre Kontaktdaten an

Es handelt sich dabei um eine Art Brancheneintrag direkt bei Google. Dieser bringt Ihnen als UnternehmerIn die folgenden Vorteile: Sie können nicht nur eine digitale Visitenkarte inkl.  Firmenname, Art des Unternehmens, Adresse, Öffnungszeiten und Branche erstellen. Sie können darüber hinaus direkte Verknüpfungen zu Ihrer Telefonnummer und Webseite erstellen, was gerade Ihren potentiellen KundInnen die Suche auf dem Smartphone besonders erleichtert. Unternehmen, die lokal ansässig sind und Zielgruppen in geographischer Nähe ansprechen wollen, profitieren besonders von Google My Business und seinem automatischen Eintrag Ihres Standortes bei Google Maps.

Noch bevor Ihr Seitenlink in den Google Suchergebnissen angeklickt werden muss, können Suchende schon Ihren Standort sehen, Fotos, die Sie für Ihr Unternehmen hochgeladen haben, Bewertungen, die über sie abgegeben wurden und Fragen, die zu Standort, Lage, Services und Produkten gestellt und beantwortet worden sind. Sie haben die Möglichkeit Ihr Unternehmen so darzustellen, dass es möglichst einladend wirkt, mit Ihnen in Verbindung zu treten. Nicht nur Sie können Fotos hochladen, auch andere Google User können Bilder platzieren und Feedback (positives wie negatives) über Ihr Unternehmen abgeben. Hier sollten Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Unternehmensbewertungen im Auge behalten und bei Wünschen, Anregungen, Beschwerden zeitnah reagieren! Google My Business sucht sogar Bewertungen von Ihren social media Kanälen (wenn Sie welche pflegen) und zeigt sie in den Suchergebnissen an. Je mehr Sie über Ihr Unternehmen auf Google My Business angeben, desto besser kann sich das auch auf Ihr organisches Ranking bei Google auswirken. Und ein hohes organisches Ranking sollte eines der Ziele digitaler Marketingaktivitäten sein!

Ein Beispiel möchte ich hier von einem Unternehmen geben, auf das ich bei der Trocknung eines Wasserflecks an der Wand gestoßen bin. 

In der Google Suche bin ich durch die geografische Nähe auf INTROC Infrarottrocknung aufmerksam geworden. Als ich beim Heimkommen nach der Arbeit einen Wasserfleck neben meiner Garderobe entdeckt habe, bin ich auf dieses Unternehmen gestoßen, das bei Google My Business seine Öffnungszeiten hinterlegt hatte und das ich auch nach 18:00 Uhr noch erreichen konnte. Im Endeffekt habe ich nach einer telefonischen Beratung einen Trockner dort gemietet (und später die erste Bewertung abgegeben). Aufwand für das Unternehmen: 10 Minuten. Einmalig. Meine herzliche Empfehlung daher auch an Sie UnternehmerInnen – präsentieren Sie Ihren Betrieb auf Google My Business, um schneller von potentiellen KundInenn gefunden zu werden!

Melden Sie sich hier für den Newsletter an:

[wpforms id="1837" title="false" description="false"]
Drei Marketingfehler, die Ihr Zielpublikum betreffen

Drei Marketingfehler, die Ihr Zielpublikum betreffen

E-Mail-Marketing-Fehler 29: Sie berücksichtigen nicht das TKG.

Dies ist ein besonderer Hinweis für alle E-Mail- und Online-Marketer aus Österreich. Mit Inkrafttreten der DSGVO und den Anpassungen im Datenschutzgesetz ist das Telekommunikationsgesetz 2003 NICHT außer Kraft getreten. In diesem werden umfangreiche Maßnahmen definiert, um „durch Förderung des Wettbewerbes im Bereich der elektronischen Kommunikation die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit zuverlässigen, preiswerten, hochwertigen und innovativen Kommunikationsdienstleistungen zu gewährleisten.

Ich möchte hier besonders auf § 107 „Unerbetene Nachrichten“ eingehen. Absätze (2), (3) und (5) sind im Zusammenhang mit E-Mail-Marketing besonders relevant:

(2) Die Zusendung einer elektronischen Post – einschließlich SMS – ist ohne vorherige Einwilligung des Empfängers unzulässig, wenn die Zusendung zu Zwecken der Direktwerbung erfolgt.

(3) Eine vorherige Einwilligung für die Zusendung elektronischer Post gemäß Abs. 2 ist dann nicht notwendig, wenn

  1. der Absender die Kontaktinformation für die Nachricht im Zusammenhang mit dem Verkauf oder einer Dienstleistung an seine Kunden erhalten hat und
  2. diese Nachricht zur Direktwerbung für eigene ähnliche Produkte oder Dienstleistungen erfolgt und
  3. der Empfänger klar und deutlich die Möglichkeit erhalten hat, eine solche Nutzung der elektronischen Kontaktinformation bei deren Erhebung und zusätzlich bei jeder Übertragung kostenfrei und problemlos abzulehnen und
  4. der Empfänger die Zusendung nicht von vornherein, insbesondere nicht durch Eintragung in die in § 7 Abs. 2 E-Commerce-Gesetz genannte Liste, abgelehnt hat.

(5) Die Zusendung elektronischer Post zu Zwecken der Direktwerbung ist jedenfalls unzulässig, wenn

  1. die Identität des Absenders, in dessen Auftrag die Nachricht übermittelt wird, verschleiert oder verheimlicht wird, oder
  2. die Bestimmungen des § 6 Abs. 1 E-Commerce-Gesetz verletzt werden, oder
  3. der Empfänger aufgefordert wird, Websites zu besuchen, die gegen die genannte Bestimmung verstoßen oder
  4. keine authentische Adresse vorhanden ist, an die der Empfänger eine Aufforderung zur Einstellung solcher Nachrichten richten kann.

Abgesehen davon gelten die Bestimmungen der DSGVO, insbesondere Paragraph (6), bei der die ausdrückliche, freiwillige und dokumentierte Einwilligung einer Person für die Datenverarbeitung notwendig ist. Daher sollten Sie sich immer mittels Double Opt-in, Checkbox mit Link zur Datenschutzerklärung und einer sauberen Bestätigungsemail absichern. Die einzige Ausnahme betrifft oben erwähnte KundInnen, die bereits bei Ihnen gekauft haben, Marketingmaterial empfangen wollen, gegen den Empfang leicht widersprechen können und wenn es sich um ein gleichartiges Produkt- oder eine gleichartige Dienstleistung handelt.

E-Mail-Marketing-Fehler 30: Sie verwenden den one-to-many Tonfall, anstelle eines one-to-one Gesprächsstils mit Ihrem Zielpublikum.

Kennen Die diesen Schreibstil: „Wir, die XYZ AG haben höchste Standards, was die Sicherheit und Qualität unserer Produkte betrifft. Wir zollen unseren KundInnen höchsten Respekt und stellen den Anspruch state.-of-the-art customer service zu liefern“…. Was wie das mission statement einer x-beliebigen Aktiengesellschaft klingt, ist leider auch der Tonfall vieler E-Mail Newsletter oder Werbe-E-Mails. Ich nenne es den „one-to-many“ Tonfall. Als stünde ich auf einem Podest und mit einem Megafon tröte ich, was ich sagen will auf eine anonyme Masse, die mir zuhört.

E-Mail funktioniert anders.

Ganz anders.

Auf der anderen Seite, hinter dem Bildschirm, sitzt ebenfalls ein Mensch. Jemand, der hundert unterschiedliche Gedanken, Gefühle, Eindrücke, Sorgen, To-Dos, Erwartungen und Ablenkungen verarbeiten muss. Jemand wie Sie oder ich.

Aus diesem Grund empfehle ich einen persönlichen „one-to-one“ Tonfall, mit dem Sie jede(n) Einzelne(n) Ihres Zielpublikums ansprechen. Seien Sie auch persönlich, verstecken Sie sich nicht hinter dem „one-to-many“ Megafon! Sie können etwas Persönliches, einen Eindruck, einen Gedanken zum Ausdruck bringen, ein Foto von sich in der Signatur oder im Mail-Body posten.

Wir alle wollen mit Menschen kommunizieren, darum kommunizieren Sie auch, wie Sie offline mit jemandem reden würden!

Bonus E-Mail-Marketing-Fehler 31: Sie haben Ihr Zielpublikum beim Listenaufbau nicht definiert

Hier ist noch ein Bonus Fehler. Obwohl das vermutlich die falsche Bezeichnung ist: es ist ein Bonus Tipp, der eigentlich der erste Tipp dieser Aufzählung sein müsste.

Wenn Sie mit dem Aufbau Ihrer E-Mail Liste anfangen, sollten Sie sich bereits vollkommen im Klaren darüber sein, wen Sie auf der Liste haben wollen – und wen nicht. Das Versenden von E-Mails ist zwar (fast) kostenlos, dennoch bringt es Ihnen nichts, wenn Sie Personen auf Ihrer Liste haben, die niemals von Ihnen kaufen würden (es sei denn, diese Personen geben Ihnen Feedback zu Design und Inhalt Ihrer E-Mail, was sehr wertvoll ist). Damit Sie die richtigen SubscriberInnen finden, sollten Sie sich vorab überlegen, welche Zielgruppe, welchen Kundenavatar Sie genau ansprechen wollen und wo Sie ihn erreichen. Hier beginnt dann das so genannte Customer Journey Management. Wollen Sie katzenverliebte young urban professionals erreichen? Jungfamilien mit mehr als einem Kind? Oder Best ager mit einem hohen Netto-Haushaltseinkommen, die ihre Freizeit gerne in der Natur verbringen?

Je nachdem, welches Zielpublikum, welches Kundensegment, Sie ansprechen und für Ihre E-Mail Liste begeistern wollen, müssen Sie in unterschiedlichen Gewässern fischen. Ist es Facebook, Google Ads, LinkedIn Kontakte, Pinterest, Instagram oder über Kooperationen mit anderen Unternehmen? Werden Sie sich bitte darüber klar, kreieren Sie Ihren Kundenavatar und wenn Sie Hilfe beim Customer Journey Management brauchen, scheuen Sie sich nicht davor, mich unter heiller@blueberry-power.at zu kontaktieren!

Sollten Sie noch weitere Ideen und Erfahrungen mit Fehlern im E-Mail Marketing haben, schreiben Sie mir bitte an heiller@blueberry-power.at.

 

<< Hier geht es weiter zu E-Mail Marketing Fehlern 26-28 <<

 

Melden Sie sich hier für den Newsletter an:

[wpforms id="1837" title="false" description="false"]

Influence – Die 6 Prinzipien der Überredungskunst

Influence – Die 6 Prinzipien der Überredungskunst

Dieser Beitrag basiert auf dem englischen Artikel „Harnessing the Science of Persuasion” (Robert B. Cialdini, Harvard Business Review Oktober 2001).

The 6 Principles of Influence 

Der US-amerikanische Psychologe und Professor für Marketing an der Arizona State University, Robert Cialdini, entdeckte, dass es 6 Prinzipien gibt, auf denen die Überzeugungs- oder Überredungskunst (auf Englisch: „Influence“ bzw. „Persuasion“) beruht.

Vielleicht kennen Sie im privaten oder öffentlichen Umfeld Personen, die eine magische Art und Wirkung haben, ein Publikum in ihren Bann zu ziehen oder anderweitig mit ihrer Überzeugungskraft, beispielsweise in Verhandlungen, Einfluss zu nehmen?

Für viele Menschen, die im Verkauf tätig sind, ist diese Fähigkeit der Überrzeugungskunst besonders erstrebenswert: wenn es doch nur möglich wäre, seine potenziellen KundInnen von den vielen Vorteilen seines Angebots zu überzeugen.

Robert Cialdini befasste sich genau aus diesem Grund wissenschaftlich mit diesem Thema: er wollte wissen, warum er manchen Verkäufern – hart formuliert – leichter auf „den Leim ging“.

Was haben diese Personen an sich, das andere nicht hatten?

Ist es Talent?

Oder reine Rhetorik?

Sind es Hypnose oder Tricks aus der neurolinguistischen Programmierung (NLP)?

 Ein paar Glückspilze haben offenbar die Veranlagung, die meisten von uns hingegen nicht. Wir sprechen von „Naturtalenten“ die einfach so wissen, wie man ein Publikum fesselt und Diskussionspartner umstimmt. Beobachtet man diese Meister der Überzeugungskunst, ist ihre Fähigkeit, andere mit Charisma und Eloquenz zu beeinflussen, beeindruckend und frustrierend zugleich. Der frustrierende Teil dieser Erfahrung ist, dass diese geborenen Überredungskünstler oft nicht in der Lage sind, ihre bemerkenswerten Fähigkeiten weiter zu geben, zu erklären, geschweige denn, Unwissenden beizubringen. Ihr agiler Umgang mit Menschen ist eine Kunst und diese Kunst ist schwer zu unterrichten.

 Aber hier die gute Nachricht: Die Ergebnisse Cialdini’s verhaltenswissenschaftlicher Experimente zeigen, dass jeder von uns folgende sechs Grundprinzipien der Überzeugungskunst erlernen und vor allem beherrschen kann, da sie auf tief in uns verwurzelte menschliche Bedürfnisse eingehen. Jeder von uns hat somit die Möglichkeit, sich zukünftig beruflichen und privaten Konsens zu sichern, Geschäfte abzuschließen, selbst Zugeständnisse zu machen – indem er diese sechs wissenschaftlichen Prinzipien zur geschickteren Beeinflussung von Menschen anwendet. (Achtung: „With great power comes great responsibility!“)

 Die hohe Kunst der Überzeugungskraft wird durch Grundprinzipien bestimmt, die gelehrt, gelernt und angewendet werden können, weil sie an tief verwurzelte menschliche Triebe und Bedürfnisse appellieren, und das auf vorhersehbare Weise.

 

Prinzip Nummer 1 „mögen“

Menschen mögen jene, die ihnen ähnlich sind und von denen sie ebenfalls gemocht werden.

Was ist zu tun? Entdecken Sie Gemeinsamkeiten und sprechen Sie ehrlich gemeintes Lob aus.

 Das als Tupperware-Party bekannte Verkaufs-Phänomen veranschaulicht dieses Prinzip am deutlichsten. Bei diesen Verkaufsevents im privaten Rahmen, wird eine zwanglose gemütliche Veranstaltung von einer Einzelperson organisiert, bei der Freunde, Nachbarn und Bekannte teilnehmen. Allein die Sympathie der Gäste für ihren Gastgeber oder ihre Gastgeberin ist ausschlaggebend dafür, was und wie viel von den auf diesen Partys erhältlichen Tupperware-Produkten gekauft wird.

Eine Studie, veröffentlicht im Journal of Consumer Research über Kaufentscheidungen auf Demonstrationspartys aus dem Jahr 1990 bestätigt dies; Die Forscher Jonathan Frenzen und Harry Davis fanden heraus, dass die Sympathie der Gäste für ihre/n Gastgeber/in bei ihren Kaufentscheidungen doppelt so wichtig, wie die Produkt-Anwendung oder der Preis war. Wenn also Gäste auf einer Tupperware-Party etwas kaufen, kaufen sie nicht nur, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Sie kaufen, um auch ihrer Gastgeberin oder ihrem Gastgeber zu gefallen, weil sie sie mögen.

Was für Tupperware-Partys gilt, gilt für das unternehmerische Geschäft im Allgemeinen: Wer Allianzen aufbauen und Einfluss nehmen möchte, muss zwei Dinge berücksichtigen: In einem Experiment, das 1968 in einem Artikel im Journal of Personality beschrieben wurde, standen die Teilnehmer näher beieinander, nachdem sie erfahren hatten, dass sie die gleiche politische Überzeugungen und dieselben sozialen Werte teilten. Und in einem Artikel von 1963 aus American Behavioral Scientists, zeigte der Wissenschaftler F. B. Evans unter Verwendung von demographischen Daten aus den Aufzeichnungen von Versicherungsgesellschaften, dass potenzielle Kunden eher bereit waren, eine Polizze von einem Verkäufer zu kaufen, der ihnen in Alter, Religion, Politik und sogar Rauchergewohnheiten glich oder zumindest ähnlich war.

Informelle Gespräche am Kaffeeautomaten bieten die ideale Gelegenheit, eine Gemeinsamkeit beim unverbindlichen Plausch zu entdecken. Gemeinsamkeiten verbinden uns und fördern Sympathie, mag es ein Hobby, ein präferiertes Reiseziel oder bloß die Lieblingsserie sein. Wichtig ist, dass sich diese Gemeinsamkeit früh in der zwischenmenschlichen Bindung herauskristallisiert, denn sie schafft bei jeder weiteren Gelegenheit mehr Basis für Wohlwollen und Vertrauensseligkeit. Und es wird viel einfacher für Sie, Unterstützung für ein neues Projekt zu bekommen, wenn Sie auf das Wohlwollen Ihres Teams zählen können!

Lob, wenn es ehrlich gemeint und authentisch ist, ist der zweite wichtige Trigger für Zuneigung. Manchmal muss das Lob nicht einmal verdient sein. In ihrem Buch „Interpersonal Attraction“ (Addison-Wesley, 1978) zeigten Ellen Berscheid und Elaine Hatfield Walster anhand von Experimenten, dass positive Bemerkungen über die Eigenschaften, die Einstellung oder die Leistung einer anderen Person im Gegenzug stets Sympathie erzeugen.

Seien Sie deshalb aufmerksam, wenn Ihnen die Verkäuferin im Jeansgeschäft zu Ihrem coolen Look in der anprobierten Jeans gratuliert – auch wenn es schmeichelt.

Prinzip Nummer 2 „Gegenseitigkeit“ oder „Reziprozität“

Wir wollen uns immer für Geschenke revanchieren.

Was ist zu tun? Geben Sie das, was Sie erhalten möchten.

Wohltätigkeitsorganisationen verlassen sich auf das Prinzip der „Reziprozität“, um für Spenden zu werben. Die US-amerikanische Disabled American Veterans Organisation, schickte regelmäßig ein- und denselben Spendenbrief aus und erhielt eine Rücklaufquote von 18% mit Spenden-Schecks. Als die Organisation jedoch anfing, ein kleines Geschenk in den Umschlag zu legen, verdoppelte sich die Rücklaufquote fast auf 35%. Das Geschenk war ein ganz einfacher, günstiger personalisierter Adressaufkleber und nicht mehr, aber dennoch machte genau das den Unterschied aus: Die potenziellen GeldgeberInnen hatten überhaupt etwas geschenkt bekommen und wollten nun zurückgeben!  

Im Jahr 1996 zeigten Umfragen der Zeitschrift Inc., dass Procurement-Manager, nachdem sie von einem Lieferanten ein Geschenk bekommen hatten, eher bereit waren, Produkte und Dienstleistungen zu kaufen, die sie sonst abgelehnt hätten.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie nun dauernd Geschenke verteilen sollen – Geschenke sind die höchste Stufe von Reziprozität; tun Sie anderen einmal einen Gefallen, helfen Sie ungefragt, machen Sie einen Schritt auf Ihre KollegInnen zu – achten Sie darauf, wie die Menschen um Sie reagieren, beispielsweise „Ich stehe in Deiner Schuld“, „Du hast was gut bei mir“ oder „ich revanchiere mich beim nächsten Mal“.

Wir Menschen wollen zurückgeben.  

Blueberry Power Social Proof

 

 

Prinzip Nummer 3 „Social Proof“ oder „sozialer Beweis“:

Wir Menschen folgen der Herde.

Was ist zu tun? Verwenden Sie sozialen Beweis, wann immer er verfügbar ist.

Wir sind soziale Lebewesen und verlassen uns stark auf jene Menschen um uns herum, die uns ähnlich sind.

Damit reduzieren wir unseren kognitiven Aufwand und vor allem unser Risiko, falsche Entscheidungen zu treffen; die anderen machen es ja auch so. Dieses Herdenverhalten ist uns teilweise bewusst und es ist sogar wissenschaftlich bewiesen: Im 1982 erschienenen Journal of Applied Psychology machte eine Gruppe von Forschern einen Test, bei dem sie in Columbia, South Carolina, von Tür zu Tür gingen und um Spenden für eine Wohltätigkeitskampagne baten. Dabei zeigten die Forscher eine Liste von Bewohnern der Nachbarschaft her, auf der jene Personen verzeichnet waren, die zuvor schon für dieselbe Sache gespendet hatten. Je länger die Spenderliste war, desto häufiger spendeten die nachfolgenden Nachbarn!

Und hier kommt der Clou:

Wichtig war hier, dass diese Liste die Namen der Freunde und Nachbarn enthielt, nicht die Namen irgendwelcher Fremden.

In einem Experiment aus den 1960er Jahren, das im Journal of Personality and Social Psychology beschrieben wurde, wurden Einwohner von New York City gebeten, eine verlorene Brieftasche an ihren Besitzer zurückzugeben. Wenn sie informiert wurden, dass bereits zuvor ein anderer New Yorker erfolglos versucht hatte, die Brieftasche zurückzugeben, war die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie den Weg auf sich nahmen, um sie zum Fundbüro zu bringen. War die Person, die vor ihnen erfolglos versucht hatte, zum Fundbüro zu kommen jedoch nicht aus New York, sondern sogar aus dem Ausland, sank die Bereitschaft, diesen Weg auf sich zu nehmen, deutlich.

Die Wissenschaft untermauert damit, was die meisten Vertriebsprofis bereits wissen: Testimonials von einem zufriedenen Kunden funktionieren am besten, wenn der zufriedene Kunde berühmt ist oder direkt aus dem Bekanntenkreis der potenziellen KundInnen stammt.

Prinzip Nummer 4 „Konsistenz – Engagement und Beständigkeit“

Menschen wollen ihre öffentlich gemachten Verpflichtungen einhalten.

Was ist zu tun? Bringen Sie Menschen dazu, ihre Verpflichtungen aktiv, öffentlich und freiwillig einzugehen.

Nachdem Sie die bisherigen Prinzipien kennen, sollten Sie folgendes bitte beachten: Menschen müssen Sie nicht nur mögen, sondern sich auch dem verpflichtet fühlen, was sie Ihnen versprochen haben, zu tun. Robert Cialdini’s Tests haben gezeigt, dass die meisten Menschen, wenn sie sich für eine klare Position aussprechen, sich leiber daran halten bzw. daran klammern, als eine andere, vielleicht schlauere Position zu übernehmen: selbst ein kleines, scheinbar unbedeutendes Engagement kann einen starken Einfluss auf zukünftige Handlungen haben, wie israelische Forscher 1983 in der Zeitschrift Personality and Social Psychology Bulletin beschrieben: die Hälfte der Bewohner eines großen Apartmentkomplexes wurde gebeten, eine Petition zu unterschreiben, die die Einrichtung eines Erholungszentrums für Menschen mit Behinderung befürwortete. Der Zweck war ein guter, die Bitte war zumutbar, so, dass fast jeder, der gefragt wurde, zustimmte und unterschrieb. Zwei Wochen später wurden alle Bewohner des Komplexes gebeten, für einen wohltätigen Zweck zu spenden, auch in diesem Fall für behinderte Menschen. Nur etwas mehr als die Hälfte derjenigen, die die Petition zuvor nicht unterschrieben hatten, leisteten einen Beitrag. Aber erstaunliche 92% derjenigen, die sie unterschrieben haben, spendeten Geld. Die Bewohner der Wohnanlage fühlten sich stärker dazu animiert zu spenden, da sie schon zuvor öffentlich ihre Unterstützung aktiv, öffentlich und freiwillig bekundet haben.

Es gibt starke empirische Belege dafür, dass eine aktiv getroffene Wahl – eine, die laut oder aufgeschrieben oder anderweitig explizit getroffen wird – wesentlich stärker das zukünftige Verhalten von jemandem leitet, als die gleiche Wahl, die unausgesprochen bleibt.

Delia Cioffi und Randy Garner beschrieben 1996 in der Zeitschrift Personality and Social Psychology Bulletin ein Experiment, bei dem Studenten einer Gruppe gebeten wurden, sich durch Eintragung in eine öffentliche Liste, freiwillig für ein AIDS-Bildungsprojekt an den öffentlichen Schulen zu engagieren. Schüler einer anderen Gruppe, die sich für das gleiche Projekt engagierten, sollten sich in keiner Liste eintragen. Einige Tage später, als die Freiwilligen sich zum Start des Bildungsprojektes meldeten, waren 74% derjenigen, die tatsächlich kamen, Studenten aus jener Gruppe, die ihr Engagement durch Eintragung in eine öffentliche Liste signalisiert hatten.

Die Auswirkungen sind klar für Unternehmer, die ihre seine MitarbeiterInnen überzeugen möchten, einer bestimmten Vorgehensweise oder compliance zu folgen: Besorgen Sie sie sich schriftlich!

Blueberry Phantom als Alternative zu Google Analytics

Webseiten-Analyse mit Blueberry Phantom

  • Ohne Cookies
  • Erfassung aller Nutzer
  • Kein Vorschaltbanner notwending & keine Datenübermittlung an Tech-Konzerne

Prinzip Nummer 5 „Autorität“

Die Menschen folgen Experten.

Was ist zu tun? Setzen Sie Ihr Fachwissen in Szene und nehmen Sie nicht automatisch an, dass andere bereits davon wissen.

Vor zweitausend Jahren riet der römische Dichter Vergil: „Glauben Sie stets einem Experten.“ Ob Sie diesem Rat folgen, oder nicht – die meisten Menschen tun es zumindest unterbewusst.  Eine Studie aus dem Jahr 1993, im Public Opinion Quarterly, zeigte, dass ein TV-Interview mit einem dezidierten „Experten“, ein Abstimmungsergebnis um 2% und mehr verschieben kann.  Eine andere Studie aus dem Jahr 1987, erschienen in der American Political Science Review, zeigte, dass sich die öffentliche Meinung um bis zu 4% verändert hatte, nachdem eine Berichterstattung inkl. Expertenmeinung ausgestrahlt worden war.

Vielleicht ist es die Komplexität unseres Lebens heute, die uns suggeriert, dass wir einem Experten / einer Expertin Glauben schenken sollen, um schneller zu einer Entscheidung zu kommen. Tatsächlich erfordern Themenbereiche, wie Recht, Finanzanlagen, Medizin oder Technik, so viel Fachwissen, dass wir keine andere Wahl haben, als uns hierbei auf Experten zu verlassen.

Dieses Wissen sollten auch Sie sich in Ihrem Unternehmen zu Nutzen machen: Überraschend oft gehen Menschen von der Fehlannahme aus, dass KollegInnen und Vorgesetzte ihre Erfahrungen anerkennen und zu schätzen wissen.

Eine Studie Robert Cialdini’s zeigte den folgenden Sachverhalt klar auf: Die Mitarbeiter der Physiotherapeutischen Abteilung eines Krankenhauses waren frustriert, weil viele ihrer Schlaganfallpatienten ihre Trainingsroutinen aufgegeben haben, sobald sie das Krankenhaus verlassen haben. Obwohl ihnen mitgegeben worden war, wie wichtig regelmäßige Bewegung für ihren Gesundheitsfortschritt ist – die Wichtigkeit der Botschaft war offenbar nicht angekommen.

Interviews mit einigen der Patienten halfen dabei, das Problem zu erkennen. Sie waren bestens über die Qualifikationen der Ärzte im Bilde, aber die Patienten wussten wenig über die Qualifikationen der Physiotherapeuten, die die Trainingspläne für daheim erstellt hatten. Mittels einfacher Maßnahmen konnte dies behoben werden: Die TherapeutInnen sollten alle Auszeichnungen, Diplome und Zertifizierungen gut sichtbar an den Wänden der Behandlungsräume auszustellen. Das Resultat war umgehend zu sehen: Die Einhaltung der empfohlenen Trainingspläne stieg um 34% und ist seitdem nicht mehr gesunken.

Prinzip Nummer 6 „Knappheit“

Die Menschen wollen mehr von dem, von dem sich nur wenig oder nichts haben können.

Was ist zu tun? Verknappen Sie Ihr Angebot und machen Sie die Information exklusiv.

Sind Ressourcen oder Optionen knapp, werden sie mehr wert für uns. Das ist eine äußerst nützliche Information für Sie als UnternehmerIn. Sie können das Knappheitsprinzip durch (zeitlich) begrenzte Angebote und Auswahloptionen leicht umsetzen. Vielleicht kennen Sie Lockangebote, wie „Nur noch heute minus 20 Prozent“, oder „Nur gültig fü die ersten 20 Anmeldungen“. Worauf wir konkret reagieren, ist nicht die Möglichkeit, etwas zu gewinnen, sondern wir reagieren darauf, dass wir etwas verlieren könnten!

Die Macht dieser „Verlustdenke“ wurde 1988 in einer Studie über kalifornische Hausbesitzer demonstriert, die im Journal of Applied Psychology veröffentlicht worden war: Der einen Hälfte der Studienteilnehmer wurde gesagt, dass sie, wenn sie ihre Häuser für mehr Energieeffizienz vollständig isolieren würden, jeden Tag einen bestimmten Betrag an US-Dollar sparen würden. Der anderen Hälfte wurde gesagt, dass sie, sollten sie die Effizienzmaßnahmen nicht ergreifen, denselben Betrag täglich verlieren werden. Deutlich mehr Teilnehmer dieses Experimentes setzten die Effizienzmaßnahmen um, aus Angst, den Betrag täglich zu verlieren.

Das gleiche Phänomen tritt auch in der Wirtschaft auf. Laut einer Studie aus dem Jahr 1994 in der Zeitschrift Organizational Behavior and Human Decision Processes sind potenzielle Verluste für die Entscheidungsfindung von Führungskräften weitaus gewichtiger als potenzielle Gewinne.

Und hier kommt der Clou:

Bei der Gestaltung ihrer Angebote sollten Sie als UnternehmerIn berücksichtigen, dass exklusive Informationen nochmals überzeugender sind, als allgemein verfügbare Daten. Wenn Sie diese „Knappheitsinformation“ als exklusiv darstellen, („Die Aktion läuft morgen aus, aber das ist noch nicht offiziell“), dann reagieren Menschen noch berechenbarer darauf! Nutzen Sie den Vorsprung, wenn Sie an Informationen gelangen, die nicht öffentlich verfügbar sind!

Auch eine nebensächliche Information, wird wertvoller durch den exklusiven Zugang zu ihr. Beachten Sie bitte jedoch, keine künstlichen, fingierten oder erfundenen Knappheiten und pseudo-exklusive Informationen zu verbreiten: werden Sie dabei entlarvt, werden Sie unglaubwürdig und Vertrauen ist sehr schwer aufzubauen!

Fazit

Die aufgezählten 6 Prinzipien der Überzeugungskraft sind keine Magie; Sie gießen unser intuitives Verständnis davon, wie wir Menschen Informationen bewerten und somit wie wir Entscheidungen treffen, in eine verständliche Form. Dadurch sind die Prinzipien für die meisten Menschen auch dann leicht zu verstehen, wenn sie nicht Psychologie studiert haben.

Und genau darauf liegt auch der Fokus von Robert Cialdini’s Forschung: es geht nicht um das „Einwickeln“ und „Manipulieren“ von Menschen, was unethisch und sehr kurzfristig gedacht wäre, sondern um eine gewisse Art der Selbsterkenntnis, wie funktionieren wir und worauf reagieren wir ganz plötzlich, wenn wir auf die GroßmeisterInnen der Überzeugungskraft treffen.

Zeitgleich können Sie sich durch diese 6 Prinzipien der Überzeugungskraft auch ein paar Gedanken machen, wie Sie eine breitere Zustimmung und mehr Unterstützung für Ihr nächstes Projekt gewinnen können.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei.

Robert B. Cialdini ist emeritierter Professor für Psychologie und Marketing an der Arizona State University. Sein Buch „Die Psychologie des Überzeugens“ verkaufte sich 3 Millionen Mal und wurde in 30 Sprachen übersetzt.

Blueberry Phantom als Alternative zu Google Analytics

Webseiten-Analyse mit Blueberry Phantom

  • Ohne Cookies
  • Erfassung aller Nutzer
  • Kein Vorschaltbanner notwending & keine Datenübermittlung an Tech-Konzerne

Vermeiden Sie diese 3 Marketingfehler und heben Sie Ihr Marketing aufs nächste Level:

Vermeiden Sie diese 3 Marketingfehler und heben Sie Ihr Marketing aufs nächste Level:

E-Mail-Marketing-Fehler 16: Sie fügen Ihren Bildern keine Alt-Texte hinzu.

Sollten Sie sich dafür entschieden haben, Bilder in Ihren E-Mails einzusetzen (siehe: E-Mail-Marketing-Fehler 15: Sie verwenden zu viele Bilder.) achten Sie bitte auf folgenden Punkt:

Jedes Bild, das Sie in einer E-Mail verwenden, sollte mit einem sogenannten Alt-Text versehen sein. Der Alt-Text ist Text, der im Bild „Platzhalter“ erscheint, wenn ein Bild aus irgendeinem Grund nicht geladen werden kann.

Wenn beispielsweise das E-Mail-Programm Ihrer LeserIn Bilder blockiert, dann ist das der Text, der in dem Platzhalter für das Bild steht. Dieser Text wird auf jeden Fall angezeigt, sollte das Bild nicht zu sehen sein. Der Alt-Text gibt Ihren LeserInnen eine Beschreibung dessen, was an dieser Stelle abgebildet sollte und macht darauf neugierig, was angezeigt wird, wenn man auf „Bilder anzeigen“ klickt, damit das E-Mail Programm doch alle Bilder downloaded.

Der Alt-Text ist aus zwei weiteren Gründern wichtig: Erstens: Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung können sich Webseiten und E-Mails automatisch vorlesen lassen. Da die meisten Programme aber über keine Bilderkennung verfügen, bleibt hier ein Informationsloch. Haben Sie im Alt-Text hingegen beschrieben, was auf dem Bild zu sehen ist, so erhöhen Sie die Barrierefreiheit Ihrer Nachrichten!

Ich habe selber aus Ignoranz den Fehler gemacht, E-Mail Fotos nicht mit einem Alt-Text zu hinterlegen und einen meiner Leser bei einem Event persönlich getroffen, der mir mitgeteilt hat, dass er sich meine E-Mails von seiner Frau vorlesen lassen muss, da die Vorlese-Software Bilder darin klarerweise nicht beschreiben kann.

Falls Sie Ihre E-Mail Kampagne auch onlinestellen (man kann seine E-Mails auch über seine Webseite veröffentlichen), dann wird auch der Google-Bot dankbar sein, wenn Sie Alt-Texte verwenden.

Ähnlich, wie die Vorlese-Software, kann auch der Google-Bot keine Bilder erkennen und weiß somit nicht, was Sie mit diesem Bild ausdrücken wollen. Hier hilft der Alt-Text dabei, Ihren Text SEO zu optimieren.

E-Mail-Marketing-Fehler 17: Sie segmentieren Ihre E-Mail Liste nicht.

Wenn Sie bereits aktiv E-Mail-Marketing betreiben, fällt Ihnen vielleicht Folgendes auf: Ihre Öffnungs- und Klickraten sind…. okay. Sie sind nicht besonders toll, aber jetzt auch nicht katastrophal. Sie haben bei Ihren E-Mail-Marketing-Aktivitäten eventuell ein „Plateau“, eine gläserne Decke erreicht und Grund könnte sein, dass Sie Ihre Liste nicht ausreichend segmentiert haben.

Was bedeutet „Segmentierung“?

Im Wesentlichen bedeutet das, dass Sie Ihre kumulierte E-Mail-EmpfängerInnenliste in kleinere Stücke zerlegen, abgestimmte auf selektierte Kriterien; das kann bedeuten, dass Sie eine Liste mit KundInnen haben, eine mit InteressentInnen, die noch nicht gekauft haben. Eine Liste, mit SubscriberInnen, die die letzten drei E-Mails von Ihnen nicht geöffnet haben (und denen Sie bald keine Nachrichten mehr senden sollten) oder eine Liste mit LeserInnen, die immer öffnen, immer klicken und oft Kommentare hinterlassen, also so motiviert und involviert sind.

Wenn Sie beispielsweise im B2B Bereich tätig sind, können Sie Ihre Liste nach Unternehmensgröße segmentieren:

  • Ein-Personen-Unternehmen (EPU)
  • Klein-Unternehmen < 10 MitarbeiterInnen
  • Und darüber

Jedes dieser Segmente hat unterschiedliche Bedürfnisse, Themen, Ängste und Sorgen, daher ist es sinnvoll, dass Sie dementsprechend mit ihnen kommunizieren und sie nicht über einen Kamm scheren. Wissen Sie nicht, wie Sie segmentieren sollen? Gerne helfe ich Ihnen dabei unter heiller@blueberry-power.at.

E-Mail-Marketing-Fehler 18: Sie verwenden keine Autoresponder.

Wir haben zuvor bereits die Wichtigkeit einer E-Mail-Automation-Software angesprochen (E-Mail-Marketing-Fehler 14: Sie verwenden keine E-Mail-Automation Software.) Doch was bedeutet nun „Autoresponder“?

Vermutlich kennen Sie die sommerlichen Abwesenheitsnotizen, bei denen Sie darüber informiert werden, dass die Person, die Sie mit Ihrem dringenden Anliegen angeschrieben haben, nicht da ist, noch lange weg sein wird, nicht vor hat, Ihre Nachrichten im Urlaub zu lesen und auch nicht dafür gesorgt hat, dass jemand anderer, mit ausreichende Entscheidungskompetenz und Proaktivität Ihre E-Mail bekommt. 😉

Ähnlich, aber viel kundenfreundlicher können Sie Autoresponder für Ihre neuen Subscriber einsetzen: Schicken Sie eine Danke-Email an Ihre neuen LeserInnen, senden Sie ein paar Tage später eine Hallo-E-Mail mit ein paar interessanten Links. Wenn diese Nachricht geöffnet wird, können Sie wieder einen Autoresponder aktivieren, der ein paar Tage später eine weitere Nachricht versendet, mit dem Ziel, eine Beziehung aufzubauen.

Ein Autoresponder ist eine der besten Möglichkeiten, um Ihre E-Mail-Marketing-Aktivitäten zu verstärken und mit Sicherheit ist es einer der wichtigsten und wertvollsten Aspekte des E-Mail-Marketings überhaupt. Verpassen Sie diese einzigartige Chance nicht!

Sollten Sie noch weitere Ideen und Erfahrungen mit Fehlern im E-Mail Marketing haben, schreiben Sie mir bitte an heiller@blueberry-power.at.

 

<< Hier geht es weiter zu E-Mail Marketing Fehlern 13-15 <<

 

Melden Sie sich hier für den Newsletter an:

[wpforms id="1837" title="false" description="false"]