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Kürzlich besuchte ich eine Infoveranstaltung auf dem Forum EPU der Wirtschaftskammer Wien: Der Grund, ein Impulsvortrag mit dem Titel „Wie Sie mit E-Mail-Listen im Onlinebusiness durchstarten“. Die Vortragende, Frau Mag.a Fellner, ist Gründerin und Inhaberin von „Soul Sisters -Zentrum für Frauen in der Lebensmitte“ sowie Trainerin und Seminarleiterin. Als Coach begleitet Sie Frauen dabei, in schwierigen Zeiten neue Wege zu finden. (www.soulsisters.at)

Vielleicht passe ich als mitdreißigjähriger männlicher Dialogmarketing-Afficionado nicht 100%ig in das Zielpublikum von „Soul Sisters“; wie man eine E-Mail Liste aufbaut, halte ich jedoch für einen wichtigen Aspekt, der auch allen meinen Marketing-KlientInnen zu Gute kommt; ausgelernt hat man nie und deshalb war dieser interessante Vortrag, an dessen Struktur ich mich im Folgenden orientiere, ein Fixtermin.

Bei Blueberry Power verwalte ich für meine KlientInnen deren Kunden- und Interessentenlisten, segmentiere ihre Leads anhand von behavioralen Daten, messe die Performances von Websites und E-Mails, mache Splittests, optimiere den Dialog mit den Stakeholdern und KundInnen und kreiere digitale Produkte – und die Basis für all das, ist die gut gepflegte E-Mail Liste.

Selbst, wenn Ihre Adwords-Klicks einmal unbezahlbar teuer werden sollten, das nächste Google Update Ihr Ranking in den Suchmaschinen empfindlich stört, Ihre Homepage krachen geht – selbst wenn all das passiert: Sie haben immer noch (so hoffe ich) Ihre E-Mail Liste.

Wozu dient eine E-Mail Liste und was ist das genau?

Eine „E-Mail Liste“ ist ein Verzeichnis von Kontaktadressen (@ E-Mail) und weiteren Personen- oder Verhaltensdaten, die Sie in einem zentralen E-Mail Programm verwalten. Wenn Sie so eine Liste mit qualifizierten Leads („Kunden von morgen“) und bestehenden Kunden („repeat buyers“) aufbauen, so können Sie

  • von Ihren Kunden erfragen und lernen, was diese sich wünschen
  • Ihnen anbieten, was sie brauchen
  • auf Ihr Angebot in real-time aufmerksam machen
  • die Response (und vieles mehr) messen.

Wenn Sie noch keine Liste haben, FANGEN SIE AUF DER STELLE MIT DEM AUFBAU AN! Das ist keine Bitte. Das ist eine starke „Em-befehl-ung“!

Wie oft ich schon gehört habe „hätte ich nur früher angefangen, die E-Mail Adressen meiner Website-, Seminar- und Shopbesucher“ zu sammeln…“.

Sie können nicht zu früh (aber auch nicht zu spät) mit dem Aufbau Ihrer E-Mail Liste beginnen!

Wie baue ich meine E-Mail Liste?

Im Folgenden möchte ich mich am Vortrag von Mag.a Fellner orientieren und Ihnen zeigen, wie leicht Sie mit dem Aufbau einer Liste in nur 5 Schritten loslegen können:

  1. Legen Sie Ihr Zielpublikum fest
  2. Definieren Sie die Ziele, die Sie mit der Liste erreichen möchten
  3. Bieten Sie Ihren Seitenbesuchern Anreize, sich in Ihre E-Mail Liste einzutragen
  4. Schaffen Sie die technischen Voraussetzungen für Ihre E-Mail Liste
  5. Leiten Sie den richtigen traffic zu Ihrer Liste!

e-mail-liste-bauen

1) Legen Sie die Zielgruppe für Ihre E-Mail Liste fest

Definieren Sie, wer Ihre Kunden sind:

Wenn jeder Ihr Kunde ist, ist niemand Ihr Kunde.“ So paradox das klingen mag, wenn Sie keine Positionierung für Ihr Produkt heraus arbeiten, dann sind Sie für Ihre potenziellen Kunden non-existent.

Es darf jeder bei Ihnen kaufen, keine Frage, aber wen möchten Sie gezielt ansprechen? Sie rufen auch nicht das ganze Telefonbuch an, um irgendwann Ihren Freund/Freundin/Partner etc. zu erreichen. Wählen Sie ganz genau, wer Ihre Idealkunden sind, wie sie sie ansprechen, was diese Kunden brauchen und welches Problem Sie für sie lösen, bzw. welchen Wunsch Sie mit Ihrem Produkt für Ihre ZielkundInnen erfüllen.

Manche Unternehmen (vor allem die erfolgreichen) gehen soweit, dass sie einen fiktiven Kundenavatar kreieren (oder einen Beispielkunden heranziehen). Bei jeder Produktkreation, jeder Marketingkommunikation und bei allen kundenbezogenen Prozessen wird dann gefragt: „spricht das diesen Kunden / diese Kundin an, oder nicht?“

2) Definieren Sie die Ziele, die Sie mit Ihrer E-Mail Liste erreichen möchten

Was für eine Frage – möglichst viele!!

Natürlich wollen Sie so viele qualifizierte Leads wie möglich auf Ihrer E-Mail Liste haben, wie möglich; aber in welchem Zeitraum? Mit welcher Strategie?

Wie viele Kontakte brauchen Sie, bei welcher Conversion-rate und bei welchem Verkaufspreis, um Ihren geplanten Umsatz für dieses Jahr zu erreichen?

In welchem Zeitraum wollen Sie die Liste aufbauen und was tun Sie, wenn die tägliche Subscriber-Anzahl davon abweicht?

Legen Sie bitte für sich selbst fest, welches Ziel Sie langfristig und kurzfristig mittels Ihres E-Mail Marketings an Ihre E-Mail Liste erreichen möchten.

3) Bieten Sie Ihren Seitenbesuchern Anreize, sich in Ihre E-Mail Liste einzutragen

Wann immer wir eine Transaktion im Geschäftsleben oder im Privatleben tätigen, gibt es ein Risiko. Das Risiko, dass die andere Seite nicht hält, was sie verspricht, dass etwas anders abläuft, als geplant, etc. Im Privatleben sorgt Vertrauen dafür, dass dieses Risiko in Kauf genommen, ignoriert oder konkludent aufgeteilt/alloziert wird. Im Geschäftsleben sorgen Verträge, allgemeine Geschäftsbedingungen, Verbraucherschutz und auch Kundenbewertungssysteme dafür, dass das Risiko des Kunden/der Kundin minimiert wird.

Wenn Sie also die E-Mail Adresse eines Website-besuchers abfragen, dann besteht für Ihren Besucher das Risiko, dass Sie ihn/sie „zu-spammen“, die Adresse weiter verkaufen, den E-Mail Account hacken und was man sich sonst noch ausmalen könnte; um dieses Risiko zu minimieren, geben Sie Ihren Website-Besucherinnen doch die Chance, Sie kennen zu lernen; Durch interessante Newsletter, kostenlose Giveaways (E-Books, Video/Audiokurse), Kostproben/Tester etc.

Die Gefahrenaufteilung ändert sich nun dahingehend, dass Sie darauf vertrauen, dass jemand Ihnen die E-Mail Adresse aus echtem Interesse an dem „Goody / Freeby“ gibt. Falls nicht, liegt das Risiko bei Ihnen, was wiederum das Vertrauen bei Ihrem virtuellen Gegenüber stärkt: dass Sie als Unternehmer(in) mit Grundvertrauen in die Transaktion gehen (müssen).

Bieten Sie darum etwas Knackiges, Cooles an, das ein „quick win“ für Ihre InteressentInnen darstellt.

4) Schaffen Sie die technischen Voraussetzungen für Ihre E-Mail Liste

Stellen Sie sich vor, Sie müssten jede E-Mail, die Ihnen geschickt wird, manuell in Ihre Liste eintragen; Sie wären nur noch mit der Administration beschäftigt und könnten sich nicht mehr um Ihr Business kümmern. Deshalb gibt es sehr praktische E-Mail Programme, die Ihnen die folgenden, teils obligatorischen, Prozesse automatisch abnehmen:

  1. Ein „Anmeldeformular“ auf Ihrer Homepage, über das man sich in Ihre E-Mail Liste eintragen kann (und mit dem im Anschluss idealerweise das kostenlose Goody zugestellt wird)
  2. Double Opt-in mit einer Bestätigungsemail, in der der Empfänger/die Empfängerin nochmals das Interesse an einer Aufnahme in die E-Mail Liste bestätigt.
  3. Verwalten der Liste und Sammeln aller verhaltensbezogenen Daten (Öffnen der E-Mails, Klicken der Links, etc.)
  4. Die Möglichkeit, sich bei der E-Mail am Ende des Textes vom Newsletter dauerhaft abzumelden. („unsubscribe-button“)

Zum Glück gibt es hervorragende Programme, die zum Teil kostenlos, bei Fortgeschrittenen-Anwendungen dann auf monatlicher Basis kostenpflichtig sind. Hier sind meine Favoriten (nach aufsteigendem Preis):

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5) Leiten Sie den richtigen traffic/die richtigen Besucher zu Ihrer E-Mail Liste

Haben Sie Schritt 1 gewissenhaft durchgeführt?

Wissen Sie, wer Ihre ZielkundInnen sind?

Haben Sie nicht geschummelt und diesen Schritt übersprungen?

Ausgezeichnet, dann können Sie nun im Web auf den richtigen Plattformen nach diesen ZielkundInnen Ausschau halten. Wenn Sie herausfinden, wo sich Ihre potenziellen Kunden und Kundinnen am liebsten im Web aufhalten, dann können Sie versuchen, Teile dieses Besucherflusses auf Ihre Seite, dank Ihrer interessanten Angebote, um- oder weiter zu leiten. Diese KundInnen finden Sie:

  • In sozialen Netzwerken, wie Facebook, Xing, Google+, LinkedIn, Twitter, etc.
  • Über Pay-per-click Werbung auf Facebook oder Google Adwords
  • Über einen Blog oder über einen Gastbeitrag auf einem externen Blog, bzw. mittels einer Blogparade
  • Mittels Experteninterviews und Podcasts
  • Bei Online-Kongressen oder über Affiliate Werbung
  • Über Youtube-Werbung und Videos
  • Mittels Webinare und Online-Schulungen.

Ich muss ganz ehrlich sein – nicht jede dieser Maßnahmen habe ich vollkommen durchgetestet. Das haben übrigens die wenigsten Unternehmer, aus dem einfachen Grund, dass sich unterschiedliche Zielsegmente über unterschiedliche Medien erreichen lassen:

  • Während Sie B2B Klienten vielleicht besser auf LinkedIn oder Xing erreichen, finden Sie B2C Kunden unter Umständen leichter über Gastbeiträge auf anderen Blogs.
  • Während Sie jemanden, der eine konkrete Kaufabsicht hegt, eher über Google Adwords bzw. Google Ads erreichen könnten, bietet Facebook eventuell den besseren Kanal für Sie, wenn Sie rund um eine Idee herum eine Community aufbauen wollen.

Testen Sie ein paar dieser Kanäle und sehen Sie, was besser funktioniert; dort stecken Sie dann Ihre Zeit und Ihr Engagement hinein. Hier zeigt sich nochmals, wie wichtig eine exakte Positionierung und Formulierung Ihres Zielkunden-Segments ist: Sind alle Ihre Kunden, ist niemand Ihr Kunde!

Fazit Aufbau E-Mail Liste

Anhand dieser 5 Schritte, die hier nicht in aller Tiefe behandelt werden konnten, sehen Sie, wie Sie Ihr Business um die Online-Komponente „E-Mail Marketing“ erweitern können. Dabei ist es jedoch wichtig, dass Sie „krabbeln“ lernen, bevor Sie die ersten Schritte machen und einen Marathon laufen.

  1. Wählen Sie eine E-Mail Marketing Software und platzieren Sie ein „Anmeldeformular“ auf Ihrer Website
  2. Bieten Sie ein kostenloses Goody an; es kann eine simple Checkliste, ein cooler Link oder ein kurzes, selbst aufgenommenes Video von Ihnen sein.
  3. Pflegen Sie die Liste und senden Sie nur interessante Inhalte aus (Sie wissen ja nun, was Ihr Zielkundensegment interessiert).
  4. Leiten Sie BesucherInnen auf Ihre Website, die in Ihr Profil der „IdealkundInnen“ passen.
  5. Testen und optimieren Sie!

Das Online-Business ist ein Marathon: nicht die schnellsten Sprinter gewinnen, sondern die konstantesten Läufer.

Viel Erfolg beim Aufbauen Ihrer E-Mail Liste!

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