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Rundschreiben der Halbwachs Schmitt & Partner Steuerberatung GmbH

Aus gegebenen Anlass in Zusammenhang mit der Corona Krise, geben wir einen Überblick über die geplanten Unterstützungsleistungen der einzelnen Institutionen:

Es bestehen folgende Möglichkeiten/Erleichterungen:

Finanzamt

  • Vorauszahlungen können herabgesetzt werden, wenn man konkret betroffen ist.
  • Stundung der offenen Beträge oder Entrichtung in Raten (max. 12 Monate).
  • Erlass von Stundungszinsen wenn man konkret betroffen ist.
  • Erlass von Säumniszuschlägen, wenn man konkret betroffen ist. 

Die Anträge an das Finanzamt können direkt über Finanzonline eingebracht werden. Alternativ kann dieses Formular direkt per Mail an folgende Adresse übermittelt werden corona@bmf.gv.at.

SVS (vormalig SVA)

  • Stundung aller offenen Beiträge;
  • Ratenzahlung der Beiträge;
  • Herabsetzung der vorläufigen Beitragsgrundlage;
  • Gänzliche bzw. teilweise Nachsicht der Verzugszinsen für verspätete Zahlungen.

Die Anträge können formlos per Mail an vs@svs.at gestellt werden – bitte nicht vergessen die Sozialversicherungsnummer anzugeben

ÖGK (vormals GKK):

  • Beiträge, die auf die aktuelle Situation zurückzuführen sind, können max 3 Monate gestundet werden;
  • Ratenzahlung der Beiträge kann auf 18 Monate beantragt werden;
  • Meldeverspätungen können nachgesehen werden.

Die Anträge auf Ratenzahlung/Stundung können unter office-w@oegk.at eingebracht werden – bitte unbedingt die Dienstgeberkontonummer & Firmennamen anführen. 

Kurzarbeit

Hier findet sich ein FAQ. Weiters findet sich auf www.wko.at/corona eine ausführliche Handlungsanleitung.

Handlungsanleitung und Erläuterungen zur Handhabung der „CoronaKurzarbeit“
für Arbeitgeber, Betriebsräte, Arbeitnehmer und Sozialpartner

Die Eckpunkte:

  • Vorläufige Laufzeit max. 6 Monate
  • Unabhängig von Betriebsgröße und Branche
  • das Urlaubsguthaben vergangener Urlaubsjahre und das bestehende Zeitguthaben muss zur Gänze konsumiert werden
  • Wenn die Kurzarbeit länger als drei Monate dauert müssen die Arbeitnehmer zusätzlich 3 Wochen vom aktuellen Urlaub konsumieren
  • Die Arbeitnehmer bekommen zwischen 90% und 80% des vor Kurzarbeit bezogenen Nettogehaltes (Prozentsatz abhängig von Gehaltshöhe)  

Vorab benötigt das AMS folgende Informationen:

  • Beschäftigtenstand
  • Geplante Dauer der Kurzarbeit
  • Anzahl der Betroffenen Mitarbeiter
  • Durchschnittliches Einkommen der jeweiligen EInkommensgruppen
  • Geplante maximale Arbeitszeitreduktion (maximal 90%)

Hier finden Sie die „Sozialpartnervereinbarung – Einzelvereinbarung“ welche über Ihr persönliches eAMS-Konto bzw. direkt per Mail an die zuständige Geschäftsstelle übermittelt werden muss: https://www.ams.at/organisation/adressen-und-telefonnummern. Weiters soll es auch ein eigenes Antragsformular seitens des AMS geben.

Update vom 24.03.2020:

  • Das Modell der Kurzarbeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurde in den letzten Tagen mehrfach überarbeitet. So wurde etwa gestern beschlossen, dass Krankenstandstage nunmehr aliquot vom AMS und vom Dienstgeber zu tragen sind. Bitte beachten Sie, dass bei der Umsetzung in die Praxis noch viele Fragen auftauchen werden, die bei Erstellung der Richtlinien für die Kurzarbeitsbeihilfe seitens der Gesetzgebung noch nicht bedacht wurden. Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit laufend zu Nachbesserungen kommen. So sind derzeit geringfügig Beschäftigte gänzlich von der Kurzarbeit ausgenommen… 
  • Damit Sie für den AMS-Antrag die Höhe der beanspruchten Beihilfen berechnen können, haben wir Ihnen einen Beihilfenrechner angefügt.

Bitte beachten Sie, auch das AMS-Formular wird nochmals in Kürze überarbeitet sein. Insbesondere soll es einen Bereich für Mitarbeiter in Teilzeit geben. Außerdem soll ein Video mit Erklärungen sowie die überarbeitete Richtlinie online gestellt werden.

https://www.ams.at/unternehmen/personalsicherung-und-fruehwarnsystem/kurzarbeit#wien

Da es in der operativen Abwicklung zu einem intensiven Informationsaustausch zwischen AMS und den Arbeitgebern kommen wird, empfehlen wir allen Unternehmen, die einen Antrag auf COVID Kurzarbeit stellen werden, beim zuständigen AMS einen eAMS-Zugang zu beantragen. Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link: https://www.e-ams.at/eams-sfu-account/u/index.jsf

Die Bezüge (inkl. der Nettoentgeltgarantie) und die Lohnnebenkosten sind vorerst vom Dienstgeber zu bezahlen. Die Auszahlung der Beihilfe durch das AMS erfolgt pro Kalendermonat – nach Vorlage und Prüfung der Abrechnung im Nachhinein.

Die Abrechnung erfolgt mittels eines auf jede Ausfallstunde gerechneten Pauschalsatzes. Es sind daher für jede Abrechnungsperiode exakte Zeitaufzeichnungen zu führen und im Zuge der Personalverrechnung zu berücksichtigen.

Über die laufenden Änderungen informieren Sie sich am besten unter: https://www.wko.at/service/corona-kurzarbeit.html

Update vom 20.03.2020:

  • Gestern Nachmittag kam es nochmals zu einer Nachbesserung der Corona-Kurzarbeit. Das wichtigste im Überblick:
  • Die Kurzarbeit kann rückwirkend bis zum 1.3.2020 beim AMS beantragt werden.
  • Der Beschäftigtenstand ist grundsätzlich während der Kurzarbeit und in einem allenfalls darüber hinaus zusätzlich vereinbarten Zeitraum nach deren Beendigung (Behaltefrist) aufrecht zu erhalten. Dies bedeutet eine generelle Kündigungssperre für den gesamten Betrieb.
  • Urlaube und Zeitguthaben sind tunlichst abzubauen. Da dies nicht angeordnet werden kann, hat der Arbeitgeber nur sein ernstliches Bemühen nachzuweisen.
  • Die Arbeitgeber-SV Beiträge werden von Beginn an durch das AMS ersetzt.
  • Lehrlinge und ASVG-Versicherte Geschäftsführer sind eingeschlossen.
  • Der Arbeitnehmer erhält 80 – 90% des vorigen Nettolohns. Für Gehaltsanteile über EUR 5.370. — gibt es keine Beihilfe.
  • Das Unternehmen hat die unternehmensexternen Umstände, welche zu den wirtschaftlichen Schwierigkeiten geführt haben, plausibel darzulegen.
  • Bei Nichteinhaltung der in der Fördermitteilung festgelegten Bestimmungen bezüglich
  • Aufrechterhaltung des Beschäftigtenstandes während der Kurzarbeit
  • Aufrechterhaltung des Beschäftigtenstandes während der allenfalls zusätzlich vereinbarten Behaltefrist sowie des zulässigen Mindest- oder Höchstarbeitszeitausfalles gebührt – je nach Schwere der Abweichung – keine oder nur Teile der Beihilfe und bereits ausbezahlte Beihilfenteilbeträge sind teilweise oder gänzlich zurückzufordern.
  • Bitte lesen Sie alle Bedingungen genau durch und entscheiden Sie erst dann, ob das Modell für Ihren Betrieb in Fragen kommt. Die bürokratischen Anforderungen sind hoch. Weitere Informationen erhalten Sie etwa unter: https://www.wko.at/service/faq-coronavirus-infos.html#heading_corona_kurzarbeit
  • Bitte beachten Sie, dass Sie den Antrag selbst beim AMS einbringen müssen. https://www.ams.at/unternehmen/personalsicherung-und-fruehwarnsystem/kurzarbeit#wien

Wir empfehlen jedenfalls ein E-Mail mit den oben angeführten Informationen an das AMS zu übermitteln.

Haftung für Kredite

Die Bundesregierung übernimmt die Haftung für Überbrückungskredite für Klein- und Mittelbetriebe aller Branchen. Die Abwicklung erfolgt über das Austria Wirtschaftsservice (AWS).

Anträge:  www.aws.at/aws-garantie/ueberbrueckungsgarantie/

Für Wien gibt es zusätzliche Haftungen durch die Stadt Wien und Wirtschafskammer Wien, die über die Wiener Kreditbürgschafts- und Beteiligungsbank abgewickelt werden.

Anträge: www.wkbg.at/buergschaftsbank-wien-kredite

EPU & KMU Zuschüsse

  • Das Finanzministerium hat eine Direktunterstützung für EPUs iHv 100 Mio EUR angekündigt. Detailliertere Informationen liegen derzeit noch nicht vor.

Die Wirtschaftskammer Wien hat bereits 20 Mio EUR Direktunterstützung zugesagt.

Ab 1.4.2020 kann erstmals ab März 2020 bei nachgewiesenem Umsatzrückgang ein Mietzuschuss beantragt werden. Dies gilt nur für Kleinstbetriebe (Mitglied WKO Wien seit zumindest 2 Jahren, max. 10 Mitarbeiter)

Anträge www.wko.at/service/w/corona-hilfe-wiener-kleinbetriebe.html

Gerne unterstützen wir Sie bei diversen Anträgen.

Halbwachs Schmitt & Partner Steuerberatung GmbH

Mariahilfer Straße 126/24, 1070 Wien, Tel.: +43-(0)1-402 16 47, Web: http://www.hsp-steuerberatung.at

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